Probleme mit einer alten Verletzung bei Lisa Mayer bedeuten das Olympia-Aus für die Athletin vom Sprintteam Wetzlar
  26.07.2021 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Das Aus für Lisa Mayer kam, bevor es richtig losging. Die DM-Zweite von Braunschweig, die eigentlich für einen 100-Meter-Einzelstart und mit der schnellen Sprint-Staffel nominiert war, reist erst gar nicht nach Tokio an. Im Vorbereitungs-Lager im japanischen Miyazaki machten sich bei der schnellen Hessin nach einer Einheit leichte „muskuläre Irritationen“ bemerkbar. Die mitgereisten Trainer einigten sich in Absprache mit der 25-Jährigen Hessin auf einen Startverzicht bei Olympia.

„Das Narbengewebe um eine alte Verletzung sorgt für Probleme. Lisa ist eine sehr junge Athletin und wir möchten in dieser Situation ihre Karriere nicht gefährden“, erklärte Annett Stein, die DLV-Chefbundestrainerin, in einer digitalen Pressekonferenz die Entscheidung. Ein hartes Los für Mayer, die nach diversen Problemen in den letzten Jahren in dieser Saison wieder in die Erfolgsspur zurückfand und mit ihren 11,12 Sekunden zur europäischen Spitzenklasse gehörte. Bereits am Dienstag geht es von Tokio zurück nach Frankfurt. Den Platz von Lisa Mayer könnte Gina Lückenkemper (SCC Berlin) einnehmen, die als „alternate athlete“ mit ins Trainings-Camp gereist war.