Titel-Tripel für Sprinter Julian Rubel - auch Zehnkämpfer Friedrich Schulze holt drei Medaillen
  21.01.2022 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Bei Julian Rubel rollte es. Der Sprinter im Trikot des Königsteiner LV avancierte mit gleich drei hessischen Hallen-Titeln zum erfolgreichsten Athleten seiner Altersklasse.

Bereits im Vorlauf über 60 Meter deutete der KLVler mit 7,22 Sekunden an, dass er gut drauf ist. Im Finale konnte Julian dann noch etwas zulegen und sich auf starke 7,14 Sekunden steigern. Die von Christian Wolf (Eintracht Frankfurt/7,36 sec.) und Houssem Ben-Hassine (TV Groß-Gerau/7,42 sec.) sah nur noch die Hacken des KLVlers, der in der Endphase der Freiluft-Saison 2021 wegen einer schweren Muskelverletzung zum Zuschauen verurteilt war.

Am zweiten HM-Tag schnürte Rubel dann auch über die 200 Meter seine Spikes. Gleich im ersten von vier Zeit-Endläufen hatte Alexander Schön (Eintracht Frankfurt) 23,77 Sekunden vorgelegt. Julian ging im letzten Rennen auf die Piste, pulverisierte mit 22,82 Sekunden die Marke des Eintrachtlers und hatte somit seinen zweiten Titel im Sack. Elias Ehrmann (LG Dornburg/23,89 sec.) wurde Dritter.

Viel Zeit zum Erholen blieb nicht, denn nach nur einer guten Stunde Erholung sollte der dritte Streich über die 4x200 Meter folgen. Hier wurde ein spannender Zweikampf zwischen den Eintracht-Jungs und der Staffel der „Startgemeinschaft Königstein/Groß-Gerau/Kronberg“ erwartet. So kam es dann auch. Die Adlerträger lagen nach dem letzten Wechsel noch in Führung, obwohl der Groß-Gerauer Spitzenläufer Aaron Amenta die Startgemeinschaft wieder auf Tuchfühlung an die SGE rangebracht hatte. Schlussläufer Rubel fackelte nicht lange, gab Vollgas, flog auf der Gegengeraden an seinem direkten Konkurrenten Jakob Busch vorbei und lief seinem dritten HM-Titel (1:33,00 min.) entgegen. Die Eintracht lag mit 1:33,97 Sekunden dann aber deutlich vor der LG Dornburg (1:45,70 min.).

Die 400 Meter gingen mit 51,14 Sekunden an Tom Stöber (TV Wetzlar), der sich gegen Erik Schmerler (TV Groß-Gerau/51,84 sec.) durchsetzte. Alexander Schön (Eintracht), der ja schon über 200 Meter und mit der Staffel Medaillen eingesammelt hatte, wurde mit 52,81 Sekunden Dritter.

Eine ganz knappe Angelegenheit war der Ausgang der 800 Meter. Am Ende trennte das Top-Trio lediglich 0,87 Sekunden. Der Titel ging mit 2:00,02 Minuten an Tom Stöber (TV Wetzlar). Erik Schmerler (TV Groß-Gerau) und Louis Buschbeck (Königsteiner LV) erzielten beide 2:00,89 Minuten, wobei der KLVler nach Auswertung des Zielfotos dann auf den Bronzerang gesetzt wurde.

Mit nur sechs Teilnehmern waren die 1500 Meter nicht so stark besetzt. Gleich auf der ersten Runde setzte sich Tristan Kaufhold (SSC Hanau-Rodenbach) ab und stürmte in guten 4:17,90 Minuten zu einem ungefährdete Sieg vor Tom Borst (4:35,73 min.) und Samuel Möller (4:37,06 min./beide TSG Limbach).

Nach einem Tag Pause stand Tom Borst (TSG Limbach) erneut auf der Bahn und konnte hier nach 9:34,97 Minuten den Titel über 3000 Meter bejubeln. Dahinter reihten sich Eric Jäger (Eintracht Frankfurt/9:37,88 min.) sowie Clemens Bauer (TV Waldstraße Wiesbaden/9:41,12 min.) ein.

Die 60 Meter Hürden wurden eine Beute von Arik Sürek (Wiesbadener LV), der mit 8,40 Sekunden Christian Wolf (Eintracht Frankfurt/8,48 sec.) knapp auf Distanz halten konnte. Mehrkämpfer Friedrich Schulze (TV Gelnhausen) durfte sich nach 8,69 Sekunden die Bronzemedaille abholen.

Auch im Hochsprung war Schulze (TVG) mit von der Partie. Der Youngster aus der Barbarossastadt stellte hier mit ganz starken 2,03 Metern einen neuen „Haurekord“ auf. Julian Eufinger (TG Camberg) meisterte 1,95 Meter. Bei Feliks Merkel (Wiesbadener LV) waren es 1,85 Meter.

Die Schulze-Show fand dann beim Stabhochsprung seine Fortsetzung. Hier flog der Zehnkämpfer bei 4,20 Metern über die Latte und hatte damit seinen zweiten HM-Titel sicher. Auch Feliks Merkel (Wiesbadener LV) kommt aus dem Lager der Mehrkämpfer. Für ihn standen glatte vier Meter auf der Urkunde. Victor Vogt (LG Odenwald) hatte mit 3,00 Metern dann schon einen etwas größeren Rückstand.

Beim Weitsprung wurde Julian Holuscheck (Eintracht Frankfurt) seiner Favoritenrolle gerecht und kratzte mit guten 6,86 Metern an der Siebener-Marke. Den Sprung aufs Treppchen schafften auch noch Feliks Merkel (6,28 m) sowie Benjamin Natus (6,24 m) - beide Wiesbadener LV.

Niklas Stroh (ASC Darmstadt) trug sich beim Dreisprung mit 12,76 Meter in die Siegerliste ein. Niklas Ghawami (LG Rüsselsheim) landete nach 12,13 Metern im Sand. Der beste Versuch von Philipp Grummann (VfL Bad Arolsen) wurde bei 11,97 Metern gemessen.

Zu einer klaren Angelegenheit für Noah Bornmann (TSV 1885 Friedberg-Fauerbach) wurde mit 14,28 Metern das Kugelstoßen. Den Kampf um Silber gewann Nicolas Ziegler (Eintracht Frankfurt) mit 12,95 Metern knapp vor Cedric Engler (Wiesbadener LV/12,86 m).